Zum Inhalt springen
Seit 1978
Auftragsverarbeiter Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH Schmellerstraße 34 80337 München vertreten durch: Wolfgang Wöhner (Geschäftsführer) E-Mail: anfrage@centrocar.de Web: www.dokumentenbote.de Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag gilt für alle Aufträge, die an die Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH, handelnd unter der Marke Dokumentenbote München, erteilt werden — unabhängig davon, ob der Auftrag über www.dokumentenbote.de, per E-Mail oder auf sonstigem Wege erteilt wird. Der Vertrag wird dem Auftraggeber (Verantwortlichen) spätestens mit der Angebotsübersendung per E-Mail als Verweis oder Anhang zur Kenntnis gebracht. Mit Annahme des Angebots — durch ausdrückliche Bestätigung oder durch Erteilung des Auftrags — erkennt der Auftraggeber diesen Vertrag gemäß Art. 28 Abs. 9 DSGVO als verbindlich an, noch bevor eine Verarbeitung personenbezogener Daten stattfindet. Eine gesonderte Unterzeichnung ist nicht erforderlich. Die Angebotsannahme per E-Mail mit Verweis auf diesen Auftragsverarbeitungsvertrag stellt den dauerhaften, rechtswirksamen Nachweis des Vertragsschlusses gemäß Art. 28 Abs. 9 DSGVO dar. Der Auftraggeber gilt in diesem Vertrag als Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. § 1 — Gegenstand und Geltungsbereich Dieser Vertrag regelt die Rechte und Pflichten des Verantwortlichen (Auftraggeber) und des Auftragsverarbeiters im Rahmen der Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß Art. 28 DSGVO. Er ist integraler Bestandteil des zwischen den Parteien geschlossenen Dienstleistungsvertrags über die rechtssichere Botenzustellung von Dokumenten sowie der dazugehörigen AGB (Version 2.1, Juni 2026). Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten im Rahmen des Zustellprozesses und der Protokollerstellung ausschließlich im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen. Für die anschließende Archivierung des Zustellprotokolls zu eigenen Beweissicherungszwecken ist der Auftragsverarbeiter eigenständig datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO (vgl. § 3 Abs. 3 dieses Vertrags). § 2 — Art, Umfang und Zweck der Verarbeitung (1) Kategorien betroffener Personen Arbeitnehmer, Vertragspartner oder sonstige Empfänger von Dokumenten des Verantwortlichen, an die ein arbeitsrechtliches oder vergleichbares Dokument zugestellt wird (2) Kategorien personenbezogener Daten Vollständige Anschrift des Empfängers (Zustelladresse) Vollständige Anschrift des Absenders (Auftraggeber) Kopfzeile des zuzustellenden Dokuments bis einschließlich der Betreffzeile, die vom Verantwortlichen vorab digital übermittelt wird (z. B. „Kündigung des Arbeitsverhältnisses", „Abmahnung", „Aufhebungsvertrag") — der vollständige Inhalt des Dokuments unterhalb der Betreffzeile wird zu keinem Zeitpunkt digital übermittelt, erfasst oder gespeichert Zustellzeitpunkt (Datum, Uhrzeit) und Zustellort Fotodokumentation des Zustellvorgangs: ausschließlich öffentlich zugängliche Bereiche (Briefkasten, Haustür, Klingelschild außen, Gebäude von außen, Umschlag mit Empfängeradresse, Zustellnachweis) — keine erkennbaren Personen, keine Wohnungsinnenbereiche Name und Identifikationsdaten des eingesetzten Boten Bestätigung des Boten über die Augenscheinnahme des physischen Dokuments (Identitätsbestätigung des zugestellten Schriftstücks ohne Erfassung des vollständigen Inhalts) Digitale Signatur des Boten auf dem Zustellprotokoll Klarstellung zum Prozessmodell — zweistufige Dokumentenerfassung Der Prozess gliedert sich in zwei klar getrennte Schritte: Schritt 1 — Digitale Vorabübermittlung durch den Verantwortlichen: Der Verantwortliche übermittelt dem Auftragsverarbeiter vor der Zustellung ausschließlich die Kopfzeile des Dokuments bis einschließlich der Betreffzeile in digitaler Form (z. B. per E-Mail). Der vollständige Dokumenteninhalt unterhalb der Betreffzeile wird nicht übermittelt und verbleibt ausschließlich beim Verantwortlichen. Diese Vorabinformation dient der Vorbereitung des Zustellprotokolls. Schritt 2 — Physische Augenscheinnahme durch den Boten: Der eingesetzte Bote nimmt das physische Dokument vor der Zustellung kurz in Augenschein, um die Identität des zuzustellenden Schriftstücks zu bestätigen und seine Zeugenfähigkeit gemäß §§ 373 ff. ZPO i.V.m. § 46 Abs. 2 ArbGG sicherzustellen. Der Bote liest dabei ausschließlich die Betreffzeile — nicht den weiteren Inhalt des Dokuments. Beide Schritte zusammen bilden die Grundlage des Zustellprotokolls. Dies entspricht dem Grundsatz der Datensparsamkeit gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO. (3) Zweck der Verarbeitung im Auftrag des Verantwortlichen Vorbereitung und Durchführung der physischen Zustellung des Dokuments Erstellung eines rechtssicheren Zustellprotokolls auf Basis der vom Verantwortlichen übermittelten Betreffzeile sowie der Bestätigung des Boten über die Augenscheinnahme des physischen Dokuments Sicherung der Zeugenfähigkeit des eingesetzten Boten für ein etwaiges gerichtliches oder behördliches Verfahren gemäß §§ 373 ff. ZPO i.V.m. § 46 Abs. 2 ArbGG Übermittlung des signierten Zustellprotokolls an den Verantwortlichen per SSL-verschlüsselter E-Mail § 3 — Dauer, Aufbewahrungsfristen und Verantwortlichkeit (1) Dauer der Auftragsverarbeitung Die aktive Verarbeitung im Auftrag des Verantwortlichen beginnt mit Auftragserteilung und endet mit der Übermittlung des signierten Zustellprotokolls an den Verantwortlichen. (2) Archivierung und Aufbewahrungsfristen Nach Übermittlung des Protokolls archiviert der Auftragsverarbeiter das Zustellprotokoll (einschließlich Fotodokumentation) ausschließlich zu eigenen Beweissicherungszwecken. Die Aufbewahrungsfristen betragen: Fall Frist Rechtsgrundlage Standardfall 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung §§ 195, 199 BGB Steuerrechtliche Relevanz Bis zu 10 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung § 257 HGB; § 147 AO Betreffzeile enthält Art. 9-Daten Maximal 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO; Art. 9 DSGVO Anhängiges oder konkret drohendes Verfahren Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens Art. 17 Abs. 3 lit. e DSGVO; §§ 373 ff. ZPO Nach Ablauf der maßgeblichen Frist werden alle archivierten Protokolldaten datenschutzkonform und unwiederbringlich gelöscht. Der Verantwortliche kann eine vorzeitige Löschung schriftlich beantragen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder anhängige Verfahren entgegenstehen. (3) Eigenständige Verantwortlichkeit für die Archivierung Für die Archivierung des Zustellprotokolls gemäß Abs. 2 ist der Auftragsverarbeiter eigenständig datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Die Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse: Beweissicherung, Zeugenfähigkeit des Boten, Haftungsabsicherung). Die Informationspflicht gegenüber den betroffenen Empfängern nach Art. 14 DSGVO erfüllt der Auftragsverarbeiter durch die öffentlich zugängliche Datenschutzerklärung auf www.dokumentenbote.de gemäß Art. 14 Abs. 5 lit. b DSGVO. § 4 — Besondere Regelung: Art. 9 DSGVO — Sensible Betreffzeilen Enthält die Betreffzeile des zuzustellenden Dokuments besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO (z. B. Hinweise auf Gesundheitszustand, Behinderung, Religion, Weltanschauung, Gewerkschaftszugehörigkeit oder vergleichbare sensible Informationen), gelten folgende ergänzende Regelungen: (1) Informationspflicht des Verantwortlichen Der Verantwortliche ist verpflichtet, den Auftragsverarbeiter vor Auftragserteilung schriftlich (E-Mail genügt) darauf hinzuweisen, dass die Betreffzeile Art. 9-Daten enthält. Kommt der Verantwortliche dieser Pflicht nicht nach und entstehen dadurch Schäden oder Bußgelder, haftet der Verantwortliche dem Auftragsverarbeiter gegenüber für alle daraus resultierenden Nachteile. (2) Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen Zugriff auf das Protokoll ausschließlich durch den Geschäftsführer des Auftragsverarbeiters — keine Delegation an weitere Mitarbeiter Keine Erwähnung der Art. 9-Kategorie in interner Kommunikation (E-Mail, Chat) außerhalb des gesicherten Protokollsystems Löschfrist: maximal 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung, unabhängig von steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen (3) Rechtsgrundlage Die Verarbeitung von Art. 9-Daten in der Betreffzeile erfolgt auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. f DSGVO (Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen). Eine darüber hinausgehende Verarbeitung dieser Daten findet nicht statt. § 5 — Weisungsrecht des Verantwortlichen Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten im Rahmen der aktiven Auftragsverarbeitung (§ 3 Abs. 1) ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen — es sei denn, er ist durch das Recht der Europäischen Union oder der Mitgliedstaaten zur Verarbeitung verpflichtet. In diesem Fall teilt der Auftragsverarbeiter dem Verantwortlichen diese rechtlichen Anforderungen vor der Verarbeitung mit, sofern das betreffende Recht eine solche Mitteilung nicht aus wichtigen Gründen des öffentlichen Interesses verbietet (Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO). Weisungen des Verantwortlichen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Mündliche Weisungen sind unverzüglich schriftlich zu bestätigen. Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für rechtswidrig, teilt er dies dem Verantwortlichen unverzüglich mit. Der Auftragsverarbeiter ist berechtigt, die Ausführung einer nach seiner begründeten Einschätzung rechtswidrigen Weisung bis zur Klärung auszusetzen. Für die eigenständige Archivierung gemäß § 3 Abs. 2 und 3 besteht kein Weisungsrecht des Verantwortlichen, da der Auftragsverarbeiter insoweit eigenständig Verantwortlicher ist. § 6 — Pflichten des Auftragsverarbeiters (1) Vertraulichkeit Alle mit der Verarbeitung befassten Personen (Mitarbeiter, Boten, Subunternehmer) werden auf Vertraulichkeit verpflichtet und über die datenschutzrechtlichen Anforderungen belehrt. Die Verpflichtung besteht über das Ende des Beschäftigungs- oder Auftragsverhältnisses hinaus. (2) Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) Der Auftragsverarbeiter trifft die in § 10 dieses Vertrags beschriebenen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO und hält diese aufrecht. Änderungen, die das Schutzniveau der Daten des Verantwortlichen berühren, werden dem Verantwortlichen unverzüglich mitgeteilt. (3) Unterstützung bei Betroffenenrechten Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen nach Möglichkeit bei der Erfüllung von Anfragen betroffener Personen (Art. 15–22 DSGVO), soweit diese die im Auftrag verarbeiteten Daten betreffen. Anfragen betroffener Personen, die direkt beim Auftragsverarbeiter eingehen, werden unverzüglich an den Verantwortlichen weitergeleitet. (4) Unterstützung bei Datenschutz-Folgenabschätzung Soweit erforderlich, unterstützt der Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen bei der Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung gemäß Art. 35 DSGVO sowie bei der vorherigen Konsultation der Aufsichtsbehörde gemäß Art. 36 DSGVO. (5) Meldung von Datenschutzverletzungen Der Auftragsverarbeiter meldet dem Verantwortlichen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten, die die im Auftrag verarbeiteten Daten betreffen, unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden. Die Meldung enthält mindestens: Art der Verletzung (soweit möglich) Kategorien und ungefähre Anzahl betroffener Personen Kategorien und ungefähre Anzahl betroffener Datensätze Wahrscheinliche Folgen der Verletzung Ergriffene oder vorgeschlagene Abhilfemaßnahmen (6) Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Der Auftragsverarbeiter führt ein Verzeichnis aller Kategorien von Verarbeitungstätigkeiten, die im Auftrag des Verantwortlichen durchgeführt werden, gemäß Art. 30 Abs. 2 DSGVO. § 7 — Pflichten des Verantwortlichen Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung sicherzustellen — insbesondere die Rechtsgrundlage für die Zustellung sowie für die digitale Vorabübermittlung der Betreffzeile an den Auftragsverarbeiter Ausschließlich die Kopfzeile des Dokuments bis einschließlich der Betreffzeile digital zu übermitteln — der vollständige Dokumenteninhalt unterhalb der Betreffzeile darf nicht übermittelt werden Den Auftragsverarbeiter vor Auftragserteilung schriftlich zu informieren, wenn die Betreffzeile des Dokuments Art. 9-Daten enthält (vgl. § 4 Abs. 1) Korrekte und vollständige Empfängerdaten zu übermitteln; für Schäden durch fehlerhafte Angaben haftet ausschließlich der Verantwortliche Den Auftragsverarbeiter unverzüglich zu informieren, wenn im Rahmen einer eigenen Prüfung Fehler oder Beanstandungen datenschutzrechtlicher Art festgestellt werden § 8 — Einsatz von Subunternehmern (Unterauftragsverarbeiter) (1) Genehmigte Subunternehmer Der Verantwortliche erteilt dem Auftragsverarbeiter mit Annahme dieses Vertrags die allgemeine Genehmigung zum Einsatz der nachfolgend aufgeführten Subunternehmer gemäß Art. 28 Abs. 2 DSGVO: Subunternehmer Anschrift Zweck Serverstandort inSign GmbH Am Bäckeranger 2, 85417 Marzling Digitale Protokollsignatur, Protokollspeicherung, Speicherung der Fotodokumentation Deutschland Strato GmbH Otto-Ostrowski-Straße 7, 10249 Berlin Webhosting www.dokumentenbote.de Deutschland Boten aus dem Subunternehmernetzwerk Wechselnd, jeweils in Deutschland ansässig Physische Zustellung des Dokuments, kurze Augenscheinnahme zur Identitätsbestätigung des Schriftstücks (ausschließlich Betreffzeile), Fotodokumentation vor Ort, Protokollunterschrift Verarbeitung ausschließlich in Deutschland (2) Verpflichtung der Subunternehmer Der Auftragsverarbeiter verpflichtet alle eingesetzten Subunternehmer vertraglich auf dieselben Datenschutzpflichten, die ihm gegenüber dem Verantwortlichen obliegen. Die eingesetzten Boten werden schriftlich darauf verpflichtet, bei der Augenscheinnahme ausschließlich die Betreffzeile zur Kenntnis zu nehmen und den weiteren Dokumenteninhalt weder zu lesen noch in irgendeiner Form zu erfassen oder weiterzugeben. (3) Änderungen im Subunternehmernetzwerk Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen über beabsichtigte Änderungen hinsichtlich der festen Subunternehmer (inSign GmbH, Strato GmbH) rechtzeitig im Voraus. Der Verantwortliche kann gegen einen neuen festen Subunternehmer innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung aus sachlichem Grund Widerspruch einlegen. Beim wechselnden Botennetzwerk ist eine Einzelbenachrichtigung nicht erforderlich, da die Boten als weisungsgebundene Erfüllungsgehilfen tätig sind und einheitlich auf die Datenschutzanforderungen verpflichtet werden. (4) Haftung für Subunternehmer Der Auftragsverarbeiter haftet für das Verschulden eingesetzter Subunternehmer im Rahmen der Auftragsverarbeitung nach den allgemeinen gesetzlichen Regelungen. Im Übrigen gilt § 9 der AGB (Version 2.1, Juni 2026): Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit der Subunternehmer ist ausgeschlossen; die Haftung bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt unberührt. § 9 — Kontrollrechte des Verantwortlichen Der Verantwortliche hat das Recht, die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften und der Regelungen dieses Vertrags beim Auftragsverarbeiter zu kontrollieren durch: Einholung von Auskünften beim Auftragsverarbeiter (schriftlich, E-Mail genügt) Anforderung von Nachweisen über die getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM-Dokumentation) Vor-Ort-Kontrollen nach vorheriger Ankündigung mit einer Frist von mindestens 5 Werktagen, während der regulären Geschäftszeiten (Mo–Fr, 09:00–17:00 Uhr) und auf eigene Kosten Beauftragung eines geeigneten Dritten (z. B. Wirtschaftsprüfer, Datenschutzauditor) mit der Durchführung der Kontrolle, sofern dieser zur Vertraulichkeit verpflichtet ist Kontrollen dürfen den laufenden Geschäftsbetrieb des Auftragsverarbeiters nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen. Kosten für Vor-Ort-Kontrollen trägt der Verantwortliche. § 10 — Technische und Organisatorische Maßnahmen (TOM) Der Auftragsverarbeiter trifft gemäß Art. 32 DSGVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten: Schutzziel Maßnahme Zutrittskontrolle Büroräume sind durch Schloss und Schlüssel gesichert. Unbefugte Dritte haben keinen Zutritt zu Räumen, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden. Zugangskontrolle Zugang zu IT-Systemen ausschließlich mit Passwort (mind. 12 Zeichen, Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen). Automatische Bildschirmsperre nach Inaktivität. Zugriffskontrolle Zugriff auf Protokolldaten auf maximal 2 autorisierte Personen beschränkt. Bei Art. 9-Betreffzeilen: ausschließlich Geschäftsführer. Keine Weitergabe von Zugangsdaten. Weitergabekontrolle Digitale Vorabübermittlung der Betreffzeile durch den Verantwortlichen sowie Übermittlung des fertigen Zustellprotokolls an den Verantwortlichen ausschließlich per SSL/TLS-verschlüsselter E-Mail (mind. TLS 1.2). Keine Übermittlung vollständiger Dokumenteninhalte. Weitergabe an Dritte nur auf gesetzliche Anforderung oder schriftliche Weisung des Verantwortlichen. Eingabekontrolle Protokollerstellung ausschließlich durch autorisierte Boten über das inSign-System. Jede Protokollerstellung ist durch digitale Signatur dem jeweiligen Boten zuordenbar. Auftragskontrolle Alle eingesetzten Boten werden schriftlich verpflichtet, bei der Augenscheinnahme ausschließlich die Betreffzeile zur Kenntnis zu nehmen. Einhaltung wird stichprobenartig kontrolliert. Verstöße führen zur sofortigen Beendigung des Auftragsverhältnisses. Verfügbarkeitskontrolle Protokolldaten werden bei inSign (Deutschland) gespeichert. inSign betreibt redundante Serverinfrastruktur mit regelmäßigen Backups. Serverstandort ausschließlich in Deutschland. Trennungsgebot Protokolldaten verschiedener Auftraggeber werden im inSign-System getrennt gespeichert und sind nicht gegenseitig einsehbar. Keine Zusammenführung von Datensätzen verschiedener Auftraggeber. Transportverschlüsselung Alle Datenübertragungen (Fotos vom Botengerät, Protokollübermittlung an Auftraggeber, Vorabübermittlung der Betreffzeile) erfolgen ausschließlich über SSL/TLS-verschlüsselte Verbindungen (mind. TLS 1.2). Datensparsamkeit Der Verantwortliche übermittelt ausschließlich die Betreffzeile — kein weiterer Dokumenteninhalt wird digital erfasst oder übermittelt. Der Bote nimmt physisch ausschließlich die Betreffzeile zur Kenntnis. Fotos zeigen ausschließlich öffentlich zugängliche Bereiche. § 11 — Löschung und Rückgabe nach Vertragsende Alle im Auftrag des Verantwortlichen verarbeiteten personenbezogenen Daten werden nach Wahl des Verantwortlichen entweder zurückgegeben oder datenschutzkonform gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (Art. 28 Abs. 3 lit. g DSGVO). Die eigenständig archivierten Protokolldaten (§ 3 Abs. 2 und 3) verbleiben beim Auftragsverarbeiter bis zum Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungsfrist, da der Auftragsverarbeiter insoweit eigenständig Verantwortlicher ist und die Archivierung auf eigenem berechtigten Interesse beruht. Der Auftragsverarbeiter bestätigt die erfolgte Löschung oder Rückgabe auf Anfrage schriftlich. § 12 — Haftung und Schadensersatz Für die Haftung der Parteien gelten die Regelungen der DSGVO, insbesondere Art. 82 DSGVO, sowie ergänzend die Haftungsregelungen in den AGB (Version 2.1, Juni 2026), insbesondere § 9 und § 11 der AGB. Jede Partei haftet gegenüber der anderen für Schäden, die durch eine schuldhafte Verletzung der Pflichten aus diesem Vertrag entstehen. Die Haftungsbeschränkungen der AGB gelten entsprechend, soweit sie mit den zwingenden Regelungen der DSGVO vereinbar sind. Zahlt eine Partei Schadensersatz an eine betroffene Person, ist sie berechtigt, von der anderen Partei den Anteil zurückzufordern, der dem Verantwortungsanteil der anderen Partei an dem entstandenen Schaden entspricht (Art. 82 Abs. 5 DSGVO). § 13 — Schlussbestimmungen (1) Vorrang dieses Vertrags Bei Widersprüchen zwischen diesem Auftragsverarbeitungsvertrag und den AGB hat dieser Vertrag in datenschutzrechtlichen Fragen Vorrang. (2) Anwendbares Recht und Gerichtsstand Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist München, soweit gesetzlich zulässig. (3) Salvatorische Klausel Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Regelung ist durch eine solche zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. (4) Schriftform Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Die Textform ist auch durch E-Mail gewahrt. (5) Vertragsschluss ohne gesonderte Unterzeichnung Dieser Vertrag wird gemäß Art. 28 Abs. 9 DSGVO in elektronischer Form geschlossen. Die Annahme des Angebots des Auftragsverarbeiters durch den Verantwortlichen per E-Mail — wobei das Angebot einen ausdrücklichen Verweis auf diesen Auftragsverarbeitungsvertrag enthält — stellt den rechtswirksamen und dauerhaft nachweisbaren Abschluss dieses Vertrags dar. Eine gesonderte handschriftliche oder elektronische Unterzeichnung ist nicht erforderlich. Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH · Schmellerstraße 34 · 80337 München Geschäftsführer: Wolfgang Wöhner · AG München · HRB 59 093 USt-IdNr.: DE 129312865 · Tel.: +49 (0) 89 77 00 77 · anfrage@centrocar.de · www.dokumentenbote.de Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO · Version 2.1 · Stand: Juni 2026
© 2026 Centro Car Kurier‒ & Transportgesellschaft mbH, Schmellerstraße 34, 80337 München. Alle Rechte vorbehalten.